WSV sorgt mit Meistertitel wieder für positive Schlagzeilen

Inline-Hockey: Glauchauer gewinnen alle Spiele und holen erstmals den Pokal

Mit dem Rückzug der ersten Männermannschaft aus dem Spielbetrieb der Landesliga sorgte der Wintersportverein Glauchau/Meerane zu Jahresbeginn für negative Schlagzeilen. Doch nun konnten die Mitglieder des WSV endlich wieder jubeln: Die Inline-Mannschaft hat den Meistertitel in der Regionalliga-Ost gewonnen.

Bereits zu Saisonbeginn im Mai hatte der WSV sich gute Chancen auf eine fordere Platzierung ausgerechnet, da man im Vorjahr den Vizerang belegte und der Titelverteidiger aus Erfurt mittlerweile in der Hessenliga startet. So mußten sich die Akteure des WSV Glauchau bei den vier Turnieren jeweils in Hin- und Rückspielen mit Chemnitz, Halle, Gößnitz und Hennersdorf auseinandersetzen.

"Und diese Partien haben wir eigentlich alle ohne Probleme für uns entscheiden können", weiß Kai Schädlich, der für die Inline-Truppe des WSV die Verantwortung trägt. Acht Siege sowie 149:25 Tore standen auf dem Konto des neuen Regionalligameisters. Jens Moritz avancierte zum besten Torschützen und Kai Schädlich holte sich die interne Krone des Scorer-Königs(Tore und Vorlagen)

Doch warum war der WSV Glauchau/Meerane in dieser Saison bei der schnellen und auf Inlinern betriebenen Sportart so stark? Ein Grund dafür ist sicher das Training. Zweimal pro Woche trifft sich das Team in der Sachsenlandhalle, wo man gute Bedingungen vorfindet und nach dem Rückzug aus der Eishockeyliga sehr zeitig mit der Vorbereitung beginnen konnte.

Positiv hat sich ausgewirkt, dass Marco Warmuth nicht mehr in der Verteidigung sondern nun im Angriff zum Einsatz gekommen ist, sagt Kai Schädlich, der von einer geschlossenen Mannschaftsleistung in allen acht Punktspielen berichten kann. Uwe Bernhardt sowie Torsten Tschierschke kamen im Tor zum Einsatz. Als Feldspieler trugen in dieser Saison Jens Moritz, Thomas Brunßen, Dominique Brandl, Marco Warmuth, Lars Hoffmann, Marcus Schikora, Kai Schädlich, Maik Hanns, Udo Heymer und Paul Müller das Trikot des kleinen Glauchauer Vereins.

Den Meisterpokal wird das Team des WSV aber erst Anfang August in Empfang nehmen können, wenn das Pokalturnier in Geising ansteht. Am 3. und 4. August gehen hier neben den Regionalligisten vorraussichtlich drei weitere Teams an den Start. Doch im Lager des WSV Glauchau/Meerane ist man optimistisch, das die Inline-Mannschaft in diesem Jahr sogar das Double perfekt machen kann.


von Holger Frenzel/Freie Presse 10.07.02

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